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  1. Chronisch unentschlossen Beitrag #1
    Beatlocke

    Chronisch unentschlossen

    Ich hab lange überlegt, ob ich auch ein Tagebuch schreibe und wenn ja, wie es dann heißen könnte… „Chronisch unentschlossen“ ist meiner Meinung nach der treffendste Titel, denn er charakterisiert mein ganzes Handeln. Bevor ich euch mehr über die Odyssee meiner Haare berichte, vielleicht noch ein wenig zu meiner Person:
    Ich heiße Stefanie, werde aber von allen nur Steffi genannt und bin 18 Jahre alt. Des Weiteren habe ich gerade mein Abitur hinter mich gebracht und möchte ab Oktober an der TU in Chemnitz den Studiengang der Europa-Studien besuchen.
    Wie schon erwähnt, bin ich chronisch unentschlossen, d.h. entweder entscheide ich mich immer wieder um oder bin gar nicht erst in der Lage eine Entscheidung zu treffen. Diese Unentschlossenheit haben auch meine Haare des Öfteren zu spüren bekommen. Aber dazu später mehr. Eines meiner Hobbys ist das Schreiben und da ich gerade Zeit hab, wird dieses Tagebuch sehr detailliert werden

    Wo fangen wir an? Am besten mit meiner Geburt. Am 26.03. 1991 hab ich um 15: 10 Uhr meine Mum erschreckt. Die ist nämlich davon ausgegangen, dass ihr Kind genauso aussieht wie sie und schwarze Haare hat.

    Später bin ich dann dunkler geworden und hatte so hellbraune-mittelbraune Haare. Die aber leider ziemlich dünn und spärlich gewachsen sind. Deswegen hat mir meine Mum die Haare immer kurz geschnitten, in der Hoffnung, dass sie dicker und kräftiger werden.
    Ihre Gebete wurden zwar nicht sofort erhört, aber immerhin bekam ich mit der Zeit ultraglatte, schwere Haare, die nie lange in einer


    So trug ich von der 1. bis zur 3. Klasse einen typischen Topf- bzw. auch Prinz Eisenherz schnitt. Ab der 4. Klasse hatte ich mich endlich durchgerungen lange Haare zu wollen. Als sie endlich schulterlang waren, schleppte mich meine Mum zu Friseur und sorgte dafür, dass ich ein Bob bekam. Einen, der hinten kürzer war und nach vorne länger wurde. Am Anfang fand ich die Frisur noch ganz toll. Ich sollte vllt. erwähnen das ich Haare und Kosmetik schon in der Grundschule spannend fand. Jedoch sah der Bob nur die ersten Wochen nach dem Friseur besuch gut aus und sobald die Haare nachgewachsen waren, sah ich einfach nur unmöglich aus. In dieser Zeit begannen auch meine ersten Tönungsversucher mit einem schönen rot, was auf meinem Haar immer nur einen roten Schimmer hinterließ. Mein Bob wurde hinten immer kürzer und wurde schließlich sogar anrasiert. Und zu meinem 11. Geburtstag bekam ich meine ersten roten Strähnchen.
    Geändert von Beatlocke (16.06.2009 um 09:18 Uhr) Grund: ästhetisches Empfinden XD

  2. Chronisch unentschlossen Beitrag #2
    Beatlocke

    Locken?!?


    Nach dem die Strähnchen raus wuchsen bzw. langsam verblassten, „zwang“ ich meine Mum dazu mir die Haare komplett rot zu färben. Ich hab teilweise ausgesehen wie eine hellrote, explodierte Tomate. Das Explodierte kam von einer sich zu verändernden Haarstruktur. Meine Haare wurden immer voluminöser und das vor allem am Hinterkopf. Am Oberkopf begannen sich meine Haare nun stark zu kräuseln. Es sah so aus, als ob ich meine haare nie kämen würde. Das Gegenteil war eigentlich eher der Fall. Meine Mum zwang mich sogar dazu die Haare über einen Lockenstab glatt zu fönen, weil ich ihrer Meinung nach unmöglich aussah. Mich störte das alles nicht, denn es schien zum damaligen Zeitpunkt so, als ob sich mein größter Wunsch endlich erfüllt hätte: locken
    Damals wurde ich noch ausgelacht, sowohl von Freunden, Bekannten und Verwandten. Aber ich entschloss mich nun zu einem gewagten Schritt: In den Osterferien der 6. Klasse zeigte ich meiner Friseuse einen ziemlich kurzen Haarschnitt. Kein Haar war nach diesem Friseurbesuch länger als 2 cm. Meine Friseuse weigerte sich zuerst mir die Haare abzuschneiden, aber nach dem meine Mum sie überredet hatte und ihr erzählte das ich Locken bekommen hatte willigte sie ein. Auch wenn ich an ihrem Verhalten merkte, dass sie nicht an Locken in meinen haare glaubte. Leider wurde sie eines besseren belehrt. Schnell stellte sie fest, dass mein Pony, egal wie viel Gel sie benutze, nicht gerade zu bekommen war
    Nachdem ich mich von dem Bob und den roten Haaren getrennt hatte, begann die schlimmste Zeit meines Lebens: das Wachsen … Ich sah teilweise ziemlich krass aus, wie ein explodiertes Huhn, was man auf den Fotos eigentlich ganz gut erkennen kann :


    Das müsste ungefähr ein Jahr vor meiner Jugendweihe gewesen sein, denn um diese Zeit begannen wieder meine Farbexperimente. Alles begann mit blonden Strähnchen, die mir meine Mum mit einem Set aus der Drogerie „färbte“. Dann färbten wir wieder mit einem rot-braun drüber, weil die Strähnen mein eh trockenes Haar, noch mehr geschädigt hatten und das blond eher pissgelb geworden war.
    Die folgenden Bilder entstanden auf dem 40. Geburtstag meiner Mum, die übrigens auch auf den Bildern zu sehen ist. Der Zuckerwatteeffekt kam übrigens von vielen kleinen Zöpfchen, die ich mir in meine feuchten Haare geflochten und über Nacht drinnen gelassen hatte.

    So sah ich zu meiner Jugendweihe aus. Die gräuliche Farbe kommt allerdings nicht von meinem Scanner, sondern von den eigentlichen Bildern.


    Danach kaufte ich mir ein Farbe-Strähnchen Set. Ich glaube, die gibt es immer noch. Man färbt seine Haare in einer Grundfarbe, wäscht die Farbe aus und aus dem noch feuchten Haar, setzt man dann Highlights mit einem kleinen Bürstchen. Ich zeige jetzt mal Mut zur Hässlichkeit. Die folgenden Bilder sind auf einer langen Autofahrt entstanden. Man beachte: 1. die Locken und 2. die unmögliche Farbe

    Ich hab dann beschlossen, diese Farbe raus wachsen zu lassen. Aber wie immer hab ich das nicht lange durch gehalten. Mit einer Farbe aus der Drogerie hatte ich schnell mokkafarbene Haare. Zwischenzeitlich hatte ich mich wiederholt von 15 cm Haaren getrennt. Aber so ca. Ende der 10. beschloss ich nun endgültig: Ich will lange Haare!
    Nach einem Friseurbesuch hatte ich die tollste Frisur, die es gibt:

    Leider kämpfe ich mit diesen extremen Stufen noch heute…
    Im Frühjahr hab ich dann wiederholt meinen Vorsatz gebrochen, meine Naturhaarfarbe raus wachsen zu lassen: Ich wollte mal wieder rote Haare
    Ich hätte es besser wissen sollen: nach diese, Besuch wurden meine Haare immer trockener und meine Haare sahen offen einfach nur schrecklich aus. Das war dann auch der Grund, warum ich im April 2009 zu meiner Lieblingsfriseuse zurück kehrte. Schon nach einem kurzen Blick auf meine Haare stellte sie geschockt fest:
    Was war das Ende vom Lied? Von meiner Grundlänge schnitt sie ca. 15 cm ab, damit sie die Haare wieder in Form bringen konnteAus der Traum von langen Haaren?
    Geändert von Beatlocke (16.06.2009 um 09:41 Uhr) Grund: - So Fortsetzung folgt -

  3. Chronisch unentschlossen Beitrag #3
    ashlar
    Das finde ich ja spannend, dass du so plötzlich Locken entwickelt hast!

  4. Chronisch unentschlossen Beitrag #4
    kelebek
    Hu, spannendes TB, bin auch chronisch unentschlossen und muss dauernd alle um mich rum fragen, was sie denn davon halten würden
    Jetzt bin ich echt gespannt darauf, wie es weitergeht

    Ich habe übrigens auch so mit 13 erst richtige Locken entwickelt... GLaube aber das liegt daran,dass ich sie bis dahin entweder glatt geföhnt bekommen habe, oder sie selber mit dem Fön irgendwie glatter gemacht habe... Sah trotzdem auch immer aus wie ein Büffel-Pudel-Huhn gemisch

    Liebe Grüße!

  5. Chronisch unentschlossen Beitrag #5
    Beatlocke

    Rettung

    Nein Hab dann dieses tolle Forum gefunden und festgestellt, dass ich meine Haare die letzten Jahre nicht sonderlich gut behandelt hab... färben, glätten, etc.
    Ich war aber auf Grund der Krankheit meiner Oma (sie leidet an MCS) schon vorher mit besseren Shampoos in Berührung gekommen. Deswegen war meine Umstellungsphase von KK auf NK nicht ganz ganz so krass, wie ich gedacht hatte. Ich habe die letzten Monate schon ein NK-Shampoo benutzt und das, ohne es zu wissen. Ich hab s von meinem Italienurlaub mitgebracht: heißt Noah - for your natural beauty - Ich fand den Geruch einfach toll
    Jetzt steig ich gerade komplett auf NK um... so nach dem Motto: ganz oder gar nicht^^

    Jetzt hab ich euch schon die ganze Zeit vollgequasselt ... Aber was ist mit meinen Zielen?
    1. Stufen rauswachsen lassen
    2. nur noch mit Henna bzw. Naturhaarfarben färben ich kann die Finger einfach nicht von roten Haaren lassen
    3. Gesunde Haare, die endlich lang sein sollen Vorbilder gibts hier genug
    4. Wachrhythmus rauszögern bin gerade bei 3 Tagen
    5. Öl-Vorräte anlegen z.Z nur Kokosöl und das ist
    6. KK-Kosmetik ausmisten und auf NK umsteigen
    7. haarfreundliche Haarstylinghilfen kaufen (siehe Spangen, Bürsten etc)

    So ich glaub, dass war es erst ein Mal
    Eure Steffi, die sich hier richtig wohl fühlt

    @ Kelebek und Ashlar: erst mal Danke, das ihr mein TB gelesen habt Das mit den Locken war echt eine Überraschung. Bei mir sind sie jetzt nicht mehr ganz so lockig, wie noch vor zwei Jahren, könnte aber auch an dem verpatzen Frisörbesuch liegen. Ich muss hier dem nächst unbedingt mal ein Bild reinstellen wie sie aktuell aussehen
    Geändert von Beatlocke (16.06.2009 um 09:39 Uhr)

  6. Chronisch unentschlossen Beitrag #6
    Aenni
    hey,
    ich fand den stufigen schnitt sehr gut aber noch toller waren die wilden locken! vielleicht ist die curly girl methode was für dich? manche mädels haben super geile resultate damit!!! kannst dich ja mal quer durchs forum lesen (menschen die gern schreiben lesen bekannter maßen auch viel) und über die suchfunktion curly gril suchen!
    schönes TB!

    lg
    aenni

  7. Chronisch unentschlossen Beitrag #7
    Vinchen03
    Huhu...

    Interessantes Tagebuch... das mit der Unentschlossenheit kenn ich irgendwo her.. aber das mit den Löckchen hat bei mir nie funktioniert

    Also, auch wenn s weng 9xschlau klingt aber mir hat irgendwie geholfen mir erst in Ruhe zu überlegen was ich will - lang - naturhaarfarbe - ect. Dann Forum gucken und sich schön mit Fotos vom Ziel versorgen und auf keinen Fall von Mama, Werbung oder XY davon abbringen lassen nur weils da grad so toll aussieht oder man selbst nen schlechten Tag hat... Keine Spontankäufe ausser für s eigene Ziel und eisern bleiben!
    Denn: Färben = immer nachfärben... Neuer Schnitt = muss man nachschneiden.. manches langweilt einen auch auf Dauer, könnt man ja bleiben lassen evt.

    Dauert leider immer bissl bis man selbst genau weiss was man will aber daran dann festhalten und wenns einen dann doch überkommt was zu verändern, könnte ma sich hier erst mal andere Meinung einholen und seine ersten Tagebuchseiten lesen...

    LG auch Steffi

  8. Chronisch unentschlossen Beitrag #8
    Beatlocke
    So ich bin ich wieder^^ Mir ist das noch was zu den *plötzlichen Locken* eingefallen. In meinem direkten Umfeld gibt es 2 Theorien: Die eine stamt von meiner ehemaligen Biolehrerin und zweite von meiner Oma. Meine Biolehrerin hat die Locken auf einen veränderten Schwefelwert in meinen Haaren zurück geführt. So hab ich das zumindestens verstanden...
    Und die Theorie von meiner Oma ist weniger chemisch. Sie meinte nur mal (aug Grund einer alten Weißheit), dass sich eine Haarstruktur alle 7 Jahre verändert, weil sich in diesem Zeitraum auch andere Dinge ändern ... Genau weiß ich da sallerdings auch nicht mehr

    Mit der Unentschlossenheit ist echt schlimm, aber ich krieg das bald in den Griff Und @Vinchen03 das klingt nicht 9x schlau, wenn du sagst, man soll sich das gut und in Ruhe zu überlegen, was man will. Ich hab diese "Überlegphasen" meistens zu den ungünstigsten Zeitpunkten und da seh ich dann meistens auch furchtbar aus Aber ich hab mir jetzt vorgenommen erst wieder vorm Studium, also im September zum Friseur zu gehen und dann auch nur um die Stufen angleichen zu lassen. Und dies Mal lass ich keinen meine Haare ausgünnen

    @ Aenni: von der Curly Hair Methode hab ich zwar schon gehört, aber hatte bisher nie den nötigen Elan anzufangen, aber ich will es eigentlich schon noch mal probieren. Vor allem wegen der trockenen Spitzen

    So, am Freitag ist Waschtag. Ich werd wahrscheinlich meinen Bruder dazu nötigen Bilder zu machen und die stell ich dann sofort rein. Versprochen!
    Aber mir ist eingefallen, dass ich ein doch recht aktuelles Bild hab. Leider sind meine Haar extrem gekreppt und toupiert wurden ... Wenn ich so dran zurück denke: arme Haare
    Aber die mussten so gesprengt, fast wie ein Vogelnest aussehen ... war für eine Kunsthausaufgabe ... Thema: Mensch, als konfliktbeladenes Individuum

    Ps.: Es sind keine Haare gefallen und bitte, bitte haltet mich jetzt bitte nicht für durchgeknallt. So schlimm is es dann doch noch nicht

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