Thema geschlossen
Ergebnis 1 bis 8 von 9
-
29.07.2009, 18:38 Die wichtigsten Infos für Neuzugänge Beitrag #1Monall
Die wichtigsten Infos für Neuzugänge
Dieser Thread soll für Neulinge grundsätzliche Informationen zu folgenden Themen bereitstellen:
- Bestimmung des Haartyps und der Haarlänge
- Waschen
- Handling von nassen Haaren
- Pflegen
- Bürsten & Kämme
- Stylen
- Hochstecken
- Schneiden
Die jeweiligen Infos werden nach und nach eingestellt und ggf. zu einem späteren Zeitpunkt weiter aktualisiert.
Da wir aber „nur“ Laien sind, die sich mit der Zeit ein doch recht umfangreiches Wissen rund ums Thema Haar angeeignet haben, erheben unsere Informationen weder den Anspruch auf Vollständigkeit, noch auf wissenschaftliche oder gar medizinische Richtigkeit.
Eine grobe Übersicht über Inhaltsstoffe findet ihr hier im Forum in der schwarzen Liste der Inhaltsstoffe. Alternativ gibt es noch die Seite Codecheck.info, wo die Inhaltsstoffe vieler bekannter Produkte bewertet wurden (allerdings sind die Inhaltsstoffe nicht immer auf dem aktuellsten Stand). Die dritte Möglichkeit bietet der Bio-Kosmetika INCI-Tester. Dort könnt ihr die INCI’s eurer Produkte eingeben und überprüfen lassen (um eine vollständige Bewertung zu erhalten ist eine kostenlose Registrierung nötig).
Bevor ihr für euer Anliegen einen Thread eröffnet, nutzt bitte die Suchfunktion - auch wenn es am Anfang viel zu lesen gibt. Vielleicht wurde euer spezielles Problem schon einmal behandelt oder ihr könnt einen bereits bestehenden Thread weiterführen.
Damit in der Suchfunktion die Ergebnisse etwas eingeschränkt werden, könnt ihr eure Suche auch nur auf den Threadtitel beschränken. Damit bei dieser Suche aber sinnvolle Ergebnisse ausgeworfen werden ist es wichtig, dass jeder aussagekräftige Titel vergibt und nicht nur „Hilfe“ oder Frage?!“
Und weil die Frage doch immer wieder aufkommt und die Erklärung am Ende dieser Seite scheinbar regelmäßig überlesen wird, hier nochmal ganz kurz.
kK = konventionellen Produkte
NK = Naturkosmetik
-
29.07.2009, 18:46 Die wichtigsten Infos für Neuzugänge Beitrag #2Monall
Euch wird hier im Forum - insbesondere in den Signaturen vieler Mitglieder - immer wieder diese Zahlen/Buchstabenkombination über den Weg laufen. Mit Hilfe dieser Kombinationen wird der Haartyp und die Haarlänge angegeben.
Bestimmung der Haarlänge nach SSS:
Bei dieser Methode wird nicht die Länge eines einzelnen Haares gemessen, weil man diese - sofern man regelmäßig sein Wachstum dokumentieren möchte - nur sehr unwahrscheinlich wiederfinden würde.
Die Abkürzung steht für Stirn - Scheitel - Spitzen und gibt damit auch gleich die Anleitung, wie damit gemessen wird. Das Maßband wird an der Stirn angesetzt, über den (Mittel-)Scheitel zu den Spitzen geführt.
Bestimmung des Haartyps:Copyright für diesen Text liegt bei Emichiee - danke für die Genehmigung zur VeröffentlichungHaare typisieren und in die richtige Kategorie einteilen
Wenn man erst mal die ganzen Klischees ueber Bord geschmissen hat, bekommt man ein Auge dafuer.
Um die Haare korrekt einzuteilen die Haare nach dem Waschen Luft trocknen lassen und nicht buersten
1. Die Welligkeit
Hier gibt es 4 Kategorien mit jeweils 3 Unterkategorien
1. Die Glatten
1a - Sehr glatt und gerade ohne eine Welle oder Knick von oben bis unten. Dieser Haartyp ist ein Extrem und seltener als er oft eingestuft wird. Ein 1a hat keinen Schwung, keine Drehung an den Spitzen, auch nicht im kurzen oder gestuften Zustand oder wenn es regnet. Das Haar ist immer gleich und wird in den USA auch als "dead straight" betitelt -> |||||
1a-b - ist ein richtiger Haartyp! Wenn man mehr Schwung als 1a hat aber weniger als 1b passt man hier rein.
1b - Immer noch glatt aber mit einem leichten Schwung der etwas Fuelle gibt. Leider wird der Schwung oft mit einer Welle verwechselt was nicht ganz richtig ist. Vielmehr ist die Haaroberflaeche gebogen was optisch trotz glatten Haares Volumen gibt. Die Spitzen biegen sich oft auch etwas -> ))))
1b-c - Ist ein richtiger Haartyp! Wenn ihr den Ansatz einer Welle habt aber nicht genug fuer 1c gehoert ihr hier rein.
1c - Glatt mit ein paar leichten S- Foermigen Wellen. Die Wellen sind eher seicht und ausgekaemmt noch seichter, auch sind sind sie lang statt eng und ziehen sich so gleichmaessig durchs ganze Haar. Viele meinen die Wellen sehen eher wie Knicke aus statt Wellen.
1c-2a - auch ein richtiger Haartyp, wenn das Wellenmuster schon etwas regelmaessiger und ausgepraegter ist als nur ein seichter Knick aber noch keine richtigen Wellen.
2. Die Welligen
1c-2a - auch ein richtiger Haartyp, wenn das Wellenmuster schon etwas regelmaessiger und ausgepraegter ist als nur ein seichter Knick aber noch keine richtigen Wellen.
2a - Loose weiche S-Wellen durchs ganze Haar. Loose heisst die Wellen sind nicht besonder tief und eher laenglich. Keine Kringel oder Loeckchen vorhanden. Wellenmuster noch etwas unregelmaessig.
2b - Etwas engere, ausgepraegtere S-Wellen (aehnlich wie nach dem Flechten). Ein bischen tiefer und das Wellenmuster ist regelmaessig heisst die Wellen ziehen sich gleichmaessig von links nach rechts durchs Haar. Andeutungen von Kringeln und Flips vorhanden.
2c - Ausgepraegte S- Wellen mit ein paar Flips oder Spiralen. Das Wellenmmuster ist tief und die Wellen sitzen eng beieinander.
2c-3a - Ist ein richtiger Haartyp und ihr gehoert dazu wenn eure Wellen sich schon auffaelig oft zu Locken kringeln.
3. Die Lockigen
2c-3a - Ist ein richtiger Haartyp und ihr gehoert dazu wenn eure Wellen sich schon auffaelig oft zu Locken kringeln.
3a - Grosse lockere Spirallocken. Wird oft noch mit Wellen verwechselt hat aber bildlich eben keine Welle mehr ~~~~ sondern schon Kringel weitgehend durchs Haar verteilt. Kleine Korkenzieher hier und da zu sehen.
3a-3b - Ist ein richtiger Haartyp und ihr gehoert dazu wenn sich euer Haar nicht zwischen a und b entscheiden kann.
3b - Elastische etwas kleinere Spirallocken. Deutliche Locken mit einigen Korkenziehern und weniger grossen Spiralen
3b-c - Mehr kleine Spiralen als 3b aber noch keine ganz engen Korkenzieher? Hier seid ihr richtig!
3c - Enge Korkenzieherlocken fast wie aufgedreht, sehr gleichmaessig in Groesse und Abstand.
3c- 4a - Ist ein richtiger Haartyp, wenn euere Locken schon so eng sind dass sie fast kraus sind seid ihr ein 3c-4a.
4. Die Krausen
4a - Sehr Kleine enge Ringellocken. Die Haare sind sehr volumnioes, ausgekaemmt sehen diese Locken buschig und krauser aus. Mit Feuchtigkeit ziehen sie sich zusammen.
4a- b - Ist ein richtiger Haartyp, wenn eure Haare teils kringelig und teils schon fast Z-foermig erscheinen gehoert ihr dazu.
4b - Sehr enge Ringellocken die Z- foermig erscheinen. Noch am aussersten Ende von Locken, fast schon eher eine Krause oder Afro. Kann durch Stylen in beide Richtungen beeinflusst werden. haare wachsen eher nach oben.
4b-c - Ist ein Haartyp, wenn ihr schon mehr Krause als 4b habt aber glaubt es gibt Krausere passt ihr hier rein.
4c - Starke Krause, die Haare sind stark Z-foermig, Immer stark gekraeuselt, Haare lassen sich nicht zu Locken oder Kringeln stylen. Die Textur wirkt sehr dicht und undurchlaessig. Rausgewachsen hat das Haar sehr viel Volumen und waechst nach oben.
Volumen:
Wellige und lockige Haare erscheinen optisch voller als glatte Haare. Das ist ganz einfach zu erklaeren.Wellige Haare brauchen einfach mehr Platz und kreieren sozusagen einen Luftraum zwischen den einzelnen Haare. Glatte Haare liegen alle gerade aufeinander und sehen selten nach mehr aus als sie sind.
--------------------------------------------------------------------------------
2. Der Durchmesser
Das dickste Haar was ich je gesehen habe misst genau 1mm, hier ein Bsp. (das Haar gehoert Mira-Chan)
Hier geht es darum wieviel ein einzelnes Haar misst. Es gibt 2 Methoden das festzustellen, eine davon ist exakt die andere eher vage. Dadurch weiss man ob jemand feine, mittelstarke oder starke Haare hat.
Messen mit einem Micrometer:
Ein kleines Geraet was auch mancher gute Frisoer benutzt (gibts auch bei ebay oder im Internet). Das Haar wird zwischen 2 Polen eingeklemmt und exakt ausgemessen. Die Werte sind wie folgt:
Fein (F) = 0.01mm- 0.04mm
Mittel (M) = 0.05mm- 0.07mm
Stark (C) = 0.08mm + ...
Viele Leute schaetzen ihre Haare falsch ein und assozieren fein mit weich oder duenn sowie dick mit rauh oder wellig..trocken etc. Dazu mehr unter 3-6.
Ohne Micrometer
F- Fein (fine)
Feine Haare die fast transparent wirken wenn sie gegen Licht gehalten werden. Selbst gegen einen andersfarbigen Hintergrund gehalten sind sie nicht sehr auffaellig. Skandinavische Typen haben oft feine Haare.
Man kann auch ein einzelnes Haar zwischen daumen und Zeigefinger hin und her rollen. Feine Haare sind fast nicht fuehlbar oder fuehlen sich wie ein duenner Seidenfaden an.
M- Mittel (medium)
Haare sind weder fein noch stark. Man kann es fuehlen aber es fuehlt sich nicht drahtig oder rauh an. Gut sichtbar wenn gegen einen hellen Hintergrund gehalten. Viele Kaukasoide Typen haben diesen Haartyp. Aber auch in Asien und im Orient kommt der M- Typ heufig genug vor.
C- Stark (coarse)
Dicke Haare die deutlich sichtbar sind wenn sie vor einen hellen Hintergrund gehalten werden. Zwischen Daumen und Zeigefinger fuehlt es sich fast etwas 'drahtig' an. Viele Asiaten oder Indianische Menschen haben diesen Haartyp, aber auch Europaer habend des oefteren mal C Haar.
Struktur:
Nicht immer aber oft haben feine Haare eine niedrige Friktion und Starke Haare eine erhoehte Friktion. Starke Haare koennen zu Trockenheit neigen. Feine Haare muessen besonders sanft behandelt werden damit sie nicht brechen. Mittlere Haare sind etwas dazwischen aber Ausnahmen gibt es natuerlich viele.
--------------------------------------------------------------------------------
3. Das Gesamtvolumen
Ein Grund dafuer warum Viele Haare in die falsche Kategorie einordenen, ist weil oft die Staerke und das Gesamtvolumen verwechselt werden. Waehrend Staerke den Durchmesser einzelner Haare beschreibt, bedeutet Gesamtvolumen wie viele Haare man nun wirklich auf dem Kopf hat. So kann es zum Beispiel Menschen mit Haaren so dick wie Draht geben die aber trotzdem eine duenne Maehne haben oder umgekehrt.
Um das Gesamtvolumen zu ermitteln Haare zurueck kaemmen und einen sauberen Pferdeschwanz im Nacken binden oder die Haare fest eindrehen. Dann ein Massband nehmen und herumlegen um den Umfang zu messen (ohne Gummiband, also dahinter ;-)) wer an Waschtagen mehr misst weil die Haare sich aufplustern kann davon ausgehen dass der voellig komprimierte Wert akurat ist.
Journey to Long Hair Mitglieder haben hier einige Bilder ihrer Pferdeschwaenze zur Verfuegung gestellt um zu verdeutlichen in wiefern sich mehr oder weniger Dicke auswirkt und auch um zu zeigen dass Jeder Pferdeschwanz super aussehen kann und es nicht auf den Umfang ankommt!
i (duenn , 4,5cm und drunter)
i- ii (duenn - mittel, 4,6 - 6,5cm)
ii (mittel 6,6 -9,5cm)
ii/ iii (mittel - dick, 9,6 - 10,5cm)
iii (dick 10,6 cm und drueber)
Das Gesamtvolumen laesst sich schwierig mit dem blossen Auge beurteilen. Manche Haare sehen einfach 'fluffiger' aus als sie sind oder wirken durch besondere Glaette weniger. Deswegen ist diese Methode wirklich sehr sinnvoll um auch Veraenderungen in der Dicke zu beobachten. Die Haare vieler Zuechter dicken mit besserer Pflege nach, aber auch Haarausfall kann so fruehzeitig bemerkt werden.
-
29.07.2009, 18:46 Die wichtigsten Infos für Neuzugänge Beitrag #3Monall
Waschen:
Ihr werden im Forum recht schnell feststellen, dass hier viele Leute versuchen, ihre Haare so selten wie möglich zu waschen - dafür gibt es mehrere Gründe:
- Die Haare quellen durch das Wasser auf. Geschädigtes Haar nimmt durch die geschädigte Schuppenschicht dabei mehr Wasser auf als gesundes Haar. Auch wenn die Oberfläche des Haares bereits wieder trocken erscheint, sind die Haare im Inneren noch immer feucht. Das ständige Aufquellen und Trocknen schädigt das Haar.
- Beim Haare waschen entsteht durch die Reibung eine mechanische Belastung - die Folgen von mechanischer Belastung sind Haarbruch und Spliss
- Die im Shampoo enthaltenen Tenside (=waschaktive Substanzen) entfetten Haare und Kopfhaut. Grundsätzlich ist das Sebum (=Haarfett) für die Haare aber wichtig, weil sie damit mit Feuchtigkeit versorgt werden. Außerdem fettet die Kopfhaut umso stärker nach, je häufiger sie entfettet wird.
Es reicht übrigens voll und ganz aus, das Shampoo nur auf den Ansatz zu geben. Da die Längen i. d. R. nicht fettig sind, ist für es die Reinigung derselben ausreichend, wenn der Schaum beim ausspülen durchläuft.
Auch wenn die Auswahl an Shampoos in den Drogerien schier unbegrenzt ist, ist es nicht so leicht, das richtige Shampoo zu finden. Der Großteil der konventionellen Produkte (hier im Forum als „KK“ wie konventionelle Kosmetik bezeichnet) ist eher als Putzmittel als als Shampoo geeignet. Der Großteil der Shampoos enthält als Tensid Sodium Laureth Sulfat (vgl. die Schwarze Liste der Inhaltsstoffe ) - das sorgt zwar für Unmengen an Schaum, entfettet die Haut aber stark.
Besser ist es, auf milde Tenside umzusteigen (Sodium Coco Sulfate oder noch besser Coco Glucoside), allerdings wird hier die Auswahl schon sehr stark eingeschränkt, denn die meisten Shampoos mit diesen milden Tensiden sind Naturkosmetik-Produkte (hier im Forum als „NK“ bezeichnet).
Auch wenn man es meinen würde - Babyprodukte haben nicht unbedingt gute Inhaltsstoffe (INCI). Von scharfen Tensiden, über Erdölderivate (z. B. Silikone - Erklärung zur Silikonproblematik findet ihr bei Pflege) bis zu allergisierenden Konservierungsmitteln findet man hier die ganze Bandbreite an Inhaltsstoffen, die man auf der eigenen Haut nicht haben möchte (geschweige denn auf Babyhaut).
Wenn sich die Verpackung eines Produkts ändert oder mit neuer/verbesserter Rezeptur geworben wird, solltet ihr euch die INCI’s nochmal genau ansehen, denn nicht immer wird das Produkt wirklich verbessert (in dem Sinn was wir hier im Forum darunter verstehen).
-
29.07.2009, 18:50 Die wichtigsten Infos für Neuzugänge Beitrag #4Monall
Handling von nassen Haaren
Nasse Haare sind äußerst empfindlich. Die absoluten No-Go
- Haare auswringen. Dadurch können sie leicht überdeht werden und brechen später an diesen überdehnten Stellen ab. Besser nur vorsichtig ausdrücken
- mit dem Handtuch abrubbeln. Die Haare verknoten dabei leicht und werden einer unnötig hohen mechanischen Belastung ausgesetzt
- Nasse Haare kämmen oder bürsten. Auch hier ist wieder die erhöhte Dehnbarkeit von nassen Haaren das größte Problem.
Wer auf Grund von lockigem bzw. krausem Haar nur im nassen Zustand kämmen kann, sollte entweder davor Conditioner (Spülung) als Gleitmittel in die Haare geben und beim späteren Ausspülen versuchen, die Haare nicht wieder zu verknoten oder extrem vorsichtig dabei vorgehen. Am Besten werden die Haare erst mit den Fingern entwirrt und danach Zentimeter für Zentimeter von den Spitzen angefangen langsam gekämmt - dabei die Haare mit einer Hand oberhalb des zu kämmenden Bereichs festhalten, damit die Haare nicht über die gesamte Länge überdehnt werden können.
Haarschonender Umgang wäre:
- Haare nach dem waschen sanft ausdrücken
- danach in ein Handtuch (am Saugfähigsten ist Microfaser) einschlagen und so lange wie möglich im Handtuch lassen
- danach Lufttrocknen lassen
- wenn möglich erst das komplett trockene Haar kämmen, frühestens im leicht feuchten Zustand mit dem Kamm an die Haare gehen (dabei vorsichtig vorgehen). Die Bürste hat erst im komplett durchgetrockneten Zustand wieder etwas in den Haaren zu suchen
-
29.07.2009, 18:53 Die wichtigsten Infos für Neuzugänge Beitrag #5Monall
Pflegen:
Um Missverständnissen vorzubeugen: selbst die beste Pflege kann bereits kaputte Haare nicht reparieren - auch wenn die Werbung gerne das Gegenteil verspricht.
Haare sind nichts anderes als abgestorbenes Material. Anders als die Haut sind die Haare daher nicht fähig, sich selber mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen - dafür ist das Sebum gedacht. Besonders häufiges Haarewaschen sorgt aber dafür, dass das Sebum keine Möglichkeit hat, mehr als die ersten paar Zentimeter am Ansatz zu erreichen.
Es gibt nun zwei Möglichkeiten, auch die Längen zu pflegen. Die erste ist, die Haare nicht mehr zu waschen. Mag - insbesonders in unserer über
Die deutlich einfachere Variante ist, die Haare mit diversen Produkten zu pflegen. Das Problem dabei ist nur, dass der Großteil der konventionellen Sachen voll mit Silikonen und Filmbildnern ist. Das sorgt zu allererst für ein wunderbar weiches Gefühl und eine leichte Kämmbarkeit. Ein weiterer Effekt ist, dass durch diesen Überzug die Haare vor äußeren Einflüssen geschützt wird - aber nicht nur vor schädlichen Einflüssen, auch Pflegestoffe können durch dieses
SamuFan hat das ganze netter Weise in einer Grafik zusammengefasst:

-Die effektivste Möglichkeit, Build-Ups und Silikon- bzw. Filmbildnerschichten von den Haaren zu bekommen, ist eine Reinigungswäsche. Es gibt von verschiedenen Herstellern Reinigungs- und Peelingshampoos, die günstigere Variante ist aber die Natron-Wäsche. Dafür nimmt man Natron (Backwarenabteilung) ca. 1:1 mit Shampoo gemischt. Je nach Zustand der Haare kann es evtl. nötig sein, mehrmals eine Reinigungswäsche zu machen - da das aber jeweils eine recht starke Belastung für die Haare ist, sollten einige Tage zwischen den Wäschen liegen und die Haare danach gut gepflegt werden.-
Um die Haare wirklich zu Pflegen, gibt es silikonfreie Spülungen (die trotz gegenteiliger Behauptungen diverser Friseure nicht nur dazu da sind, die Haare leicht kämmbar zu machen) und Kuren, wobei Kuren i. d. R. reichhaltiger als Spülungen sind.
Auch hier nehmen viele lieber Naturkosmetik als konventionelle Produkte, da in Naturkosmetik auch keine Filmbildner mit silikonähnlicher Wirkung enthalten sind.
Bei der Anwendung sollte man den Ansatz aussparen, weil dieser i. d. R. ausreichend durch das Sebum versorgt wird und die Haare sonst schnell fettig wirken.
Neben den Fertigprodukten kann man sich seine Pflege auch leicht selbermixen.
Das einfachste aber sehr effektive Mittel ist Kokosöl (bei Zimmertemperatur ist es fest, ab ca. 25°C schmilzt es). Man kann es (wie übrigens jedes andere natürliche Öl auch) entweder als Spitzen-Leave-In verwenden (also zwischen den Haarwäschen in die Längen geben) oder vor dem Haarewaschen für einige Stunden in die Haare geben. Wichtig ist bei Öl aber immer, dass man es sparsam verwendet, weil es sich sonst kaum auswaschen lässt bzw. als Leave-In die Haare strähnig-fettig aussehen lässt.
Wer kein Problem damit hat, Lebensmittel als Kosmetika zu verwenden, kann sich auch aus Quark, Avocados, Honig etc. eine Haarkur mischen. Dabei muss man aber beachten, dass zum einen nicht jedes Haar jedes Rezept mag (insbesondere Quark enthält viele Proteine, womit nicht jedes Haar klarkommt) und dass sich die Haare (zumindest im feuchten Zustand) nicht so glatt und weich anfühlen wie mit konventionellen Spülungen. In diversen Online-Shops und Läden für Selbstrührer gibt es viele Rohstoffe (z. B. Seiden- oder Weizenprotein), was man unter solche Kuren mischen kann.
-
29.07.2009, 19:33 Die wichtigsten Infos für Neuzugänge Beitrag #6Monall
Bürsten & Kämme
Grundsätzlich stellt sowohl kämmen als auch bürsten für die Haare immer eine mechanische Belastung dar. Es gilt also, diese so gering wie möglich zu halten. Auf alle Fälle sollte auf kämmen und bürsten im nassen Zustand verzichtet werden, weil hier die Haare extrem empfindlich sind und schnell überdehnt werden bzw. reißen.
Kämme:
Bitte immer nur gratfreie Kämme verwenden, also auf eine gute Verarbeitung ohne Pressnähte oder scharfe Kanten achten. Die besten Kämme sind aus Horn, weil dieses das Sebum bzw. auch Öl aufnimmt und im gesamten Haar verteilt. Holz nimmt ebenfalls Öl auf, gibt dieses aber weniger gut ab.
Am Besten fängt man als erstes mit einem groben Entwirren mit den Fingern an, danach mit einem groben Kamm bis zu immer feiner werdenden Kämmen bzw. einer Bürste. Damit die Knoten sich nicht richtig festziehen, das Entwirren bitte immer in den Spitzen beginnen und langsam nach oben hocharbeiten (die Bewegungsrichtung muss dabei natürlich aber immer in Schuppenrichtung, also vom Ansatz zu den Spitzen gehen).
Bürsten:
Auch hier gilt das besondere Augenmerk auf die Verarbeitung. Scharfe Kanten oder schlecht verarbeitete Klebestellen sorgen über kurz oder lang für eingeklemmte, ausgerissene Haare oder sonstige Schäden.
Zur Vermeidung von festsitzenden Knoten sollten die Haare vor dem Bürsten gut gekämmt sein und vorsichtig von den Spitzen zum Ansatz hingearbeitet werden.
Es gibt mehrere Arten von Bürsten:
08/15-Standard-Bürste - gibt es in verschiedenen Formen, z. B. als Paddlebrush. Die Stifte sind entweder aus Plastik, Draht oder Holz und i. d. R. auf einem Kissen gelagert. Die Form ist zweitrangig, sie muss einem persönlich gut in der Hand liegen und gut verarbeitet sein.
Wildschweinborstenbürste - wird zur Pflege der Haare verwendet, weil durch die Borsten das Sebum vom Ansatz in die Spitzen gebracht wird. Zum Entwirren ist sie dagegen weniger geeignet
Stylingbürsten - z. B. Rundbürsten, werden zum Formen der Haare beim fönen verwendet.
Ionenbürste - durch die ausströmenden Ionen soll die Haaroberfläche geglättet werden, Wirksamkeit ist auch ein bisschen Glaubenssache
TangleTeezer - eine spezielle Plastikbürste, die auch bei langem Haar für ziepfreies bürsten sorgt

Paddlebrush, Holzkamm, Wildschweinborstenbürste und Bürstenreiniger
-
29.07.2009, 19:36 Die wichtigsten Infos für Neuzugänge Beitrag #7Monall
Stylen:
Hitze entzieht dem Haar Feuchtigkeit - und ohne Feuchtigkeit wird das Haar kraftlos und brüchig. Daher sollte auf hitzeintensives Styling weitgehend verzichtet werden.
Mit einem Glätteisen werden die Haare durch die hohe Temperatur regelrecht gekocht. Die Feuchtigkeit in den Haaren verdampft, was zu sog. Bubblehairs führen kann.
Beim Fönen entsteht eine hohe mechanische Belastung, insbesondere wenn die Haare z. B. über eine Rundbürste gefönt werden. Die Temperatureinwirkung ist allerdings nicht so stark wie beim Glätteisen und kann durch größeren Abstand zwischen Fön und Haar leicht reguliert werden.
Wenn gefönt wird, sollte so weit wie möglich nur auf der sog. „Kaltstufe“ gefönt werden. Dabei bleibt zwar die mechanische Belastung, aber der Feuchtigkeitsverlust durch Hitzeeinwirkung hält sich in Grenzen.
In den 80er-Jahren war es die Dauerwelle, heute ist es die chemische Glättung - vom Prinzip her ist beides das Gleiche. Mit einer Entwicklerflüssigkeit werden die Keratinbrücken im Haar aufgelöst und mit einer Festigerlösung in einer neuen Form fixiert. Das klingt nicht nur brutal, es ist es auch - Haarbruch und Spliss sind nach solch einer Behandlung nicht zu vermeiden. Mitunter brechen so viele Haare, dass es im ersten Moment wie Haarausfall erscheint.
Die gängigen Stylingprodukte wie Haarschaum und Haarspray enthalten häufig Alkohol, der austrocknend wirken kann. Außerdem sind auch hier häufig Silikone und Filmbildner (Problematik siehe Pflege) enthalten.
Natürlich gibt es auch silikonfreie Stylingprodukte, aber in denen sind häufig ähnlich wirkende Filmbildner enthalten.
Auch Naturkosmetikhersteller bieten Stylingprodukte an. Diese sind aber vom Halt und Anwendungskomfort her meistens nicht mit den konventionellen Produkten vergleichbar.
-
29.07.2009, 19:42 Die wichtigsten Infos für Neuzugänge Beitrag #8Monall
Hochstecken:
Insbesondere die, die ihre Haare
Natürlich beschränkt sich hochstecken nicht nur auf „Klassiker“ wie Pferdeschwanz oder die Banane. Es gibt im Internet viele hilfreiche Seiten, die Anleitungen zu vielen verschiedenen Hochsteckfrisuren bieten.
Wer seine Haare hochsteckt, sollte die Finger von Haargummis mit Metallstück lassen. Daran werden die Haare regelrecht aufgeschlitzt! Haargummis mit Klebeverbindung (aber auch mit Metallstück) können insbesonders bei dickem Haar leicht reißen - als Alternative gibt es Gummis aus einem Stück, die jedoch mit der Zeit ausleiern.
Auch die bekannten Haarspangen mit Patentverschluss sind für die Gesundheit eurer Haare nicht unbedingt förderlich. An den scharfen Kanten brechen die Haare leicht ab und im Öffnungsmechanismus bleiben die Strähnen leicht hängen.
Haarschonender ist, auf Haargummis und Patentspangen zu verzichten und stattdessen haarschonende Sachen wie z. B. Haarstäbe oder -forken zu verwenden, was aber erst ab einer gewissen Länge möglich ist und auch vom Geschick des Haarzüchters abhängt.
Grundsätzlich sollte alles vor dem Kauf auf scharfe Kanten oder ähnlich haarschädigende Stellen untersucht werden.
Links mit Frisurenanleitungen:
Torrin Paige auf YouTube (ist echt empfehlenswert)
Kupferzopf
100 Hairstyles
Hairstyle-Dictionary
Dreamweaverbraiding
Dressytresses
Ähnliche Themen zu Die wichtigsten Infos für Neuzugänge
-
Fragen und Antworten zu den wichtigsten Infos für Neuzugänge
Von Gast15731 im Forum Haare pflegenAntworten: 40Letzter Beitrag: 18.12.2010, 21:49 -
Die wichtigsten Infos für Neuzugänge
Von Monall im Forum Neu im Haarforum.de?Antworten: 8Letzter Beitrag: 29.07.2009, 19:49 -
Die wichtigsten Infos für Neuzugänge
Von Monall im Forum Hair-TalkAntworten: 8Letzter Beitrag: 29.07.2009, 19:49
Weitere Themen von Monall
-
Heymountain Cosmetics
Von Monall im Forum NaturkosmetikAntworten: 366Letzter Beitrag: 23.12.2011, 14:25 -
Antworten: 0Letzter Beitrag: 12.03.2010, 19:08
Andere Themen im Forum Haare pflegen
-
Erfahrung mit Ermila Magic Straight Glätteisen?
von Sternchen123Antworten: 1Letzter Beitrag: 20.02.2011, 14:06 -
DIE perfekte Pflegeserie
von woman1987Antworten: 29Letzter Beitrag: 01.09.2010, 14:37 -
Die richtige Frisur
von DarkxXxAntworten: 1Letzter Beitrag: 19.03.2010, 22:48 -
Haarglättung?
von NiniiAntworten: 2Letzter Beitrag: 08.03.2010, 18:18 -
Antworten: 7Letzter Beitrag: 25.01.2009, 17:06

Lesezeichen